Arbeitgeberimage: Immer wichtiger, aber auch glaubwürdig?

Die Unternehmensberatung Kienbaum Consultants International GmbH hat vor wenigen Tagen die 6. Ausgabe der Studie „HR Strategie & Organisation” veröffentlicht. Das Ergebnis: Gezielte Employer-Branding-Maßnahmen wirkten sich positiv auf das Arbeitgeberimage und die Rekrutierung aus. 58 Prozent der Unternehmen, bei denen der Personalbereich über eine eigene Einheit für Employer Branding und Personalmarketing verfügt, und 56 Prozent der Befragten, bei denen eine ausgearbeitete Strategie für Employer Branding und Personalmarketing vorhanden ist, schätzten sich selbst als attraktiver Arbeitgeber ein – das seien rund 15 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt, so die Studie.

Arbeitgeberattraktivität ausschlaggebend für den Erfolg

81 Prozent der Studienteilnehmer seien sich einig, dass eine überdurchschnittliche Arbeitgeberattraktivität in Zukunft ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens insgesamt ist. „Um extern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, sollte das Unternehmen intern auf zufriedene und engagierte Mitarbeiter verweisen können. Deshalb muss Employer Branding sowohl nach innen und außen ausgerichtet werden“, sagt Thomas Faltin, Director und Partner bei Kienbaum.

Lücke zwischen Anspruch und Realität

(Quelle: StepStone, Employer Branding Report 2011)

Gerade damit haben aber einige Unternehmen so ihre Probleme, weil sie nach innen nicht halten, was sie nach außen versprechen. Man erinnere sich an die Mitte Dezember 2011 veröffentlichten Ergebnisse einer Mitarbeiterumfrage bei der Commerzbank. Die Frage, ob die Mitarbeiter die Commerzbank als attraktiven Arbeitgeber in ihrem privaten Umfeld weiterempfehlen würden, beantworteten nur 30 Prozent positiv, während 39 Prozent mit „Nein“ votierten. Nur eingeschränkt konnten demnach 28 Prozent die Commerzbank als Arbeitgeber empfehlen. Das ist natürlich nur ein Beispiel – und eines, das das Unternehmen besonders schlecht dastehen lässt. Aber es ist beileibe kein Einzelfall! Dies zeigt unter anderem der Employer Branding Report 2011 von StepStone. Die Untersuchung konstatiert einen großen Unterschied zwischen kommunizierter Arbeitgebermarke und der Arbeitsrealität. Für rund 80 Prozent der Kandidaten weichten die vermittelten Werte vom täglichen Erleben am Arbeitsplatz ab. Etwa jeder Zweite bezeichne das Ergebnis dieser Abweichung als negativ. Mit solcherlei Empfindungen im Hinterkopf ließen sich Mitarbeiter nur schwerlich als aktive Botschafter einer positiven Marke einsetzen.

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