Beiträge zur Kommunikation

Verpaßte Chancen / Warum Unternehmenslenker gerade in der Krise öffentlich kommunizieren sollten

Würden Sie als Nationaltrainer im Endspiel der Fußball-WM ihren besten Stürmer auf der Bank versauern lassen? Oder beim Schach ihre stärkste Figur, die Dame, nicht ausspielen? Oder beim Skat den Kreuzbuben in der Hand behalten? Nein. Um so erstaunlicher ist es, dass die Kommunikation vieler – auch großer – Unternehmen und Organisationen genau daran krankt:  Das beste Pferd bleibt im Stall, der Chef wird nicht oder kaum öffentlich positioniert. Dafür mag es viele Gründe geben, sie vernebeln aber den Blick dafür, welche Chancen auf diese Weise – gerade in Zeiten der Krise – vertan werden. John-Philip und Nicolai Hammersen beleuchten in ihrem Artikel die  Notwendigkeiten einer systematischen CEO-Kommunikation (nicht nur in Zeiten der Krise).

Die Ordnung der Unternehmenskommunikation

Die Kommunikationsbranche hat in den zurückliegenden Jahren einen eigenwilligen Hang entwickelt, ihrer angestammten Aufgabenstellung, die keinen wirklich wesentlichen Änderungen unterliegt, mit immer neuen Begrifflichkeiten den Charm des Neuen, Innovativen zu geben, und – so darf vermutet werden – nur noch Insider wissen, was all die vielen Begriffe bedeuten, und wie sie sich von anderen abgrenzen. Und wahrscheinlich nicht einmal die. Ein Blick in die einschlägigen Magazine und Publikationen der PR- Branche oder auf die Internetseiten von Agenturen läßt den Eindruck einer babylonischen Sprachverwirrung entstehen.

Zur Kommunikation von Anwaltskanzleien

Der Wettbewerb der wirtschaftsberatenden Anwaltskanzleien ist schon jetzt enorm, und der Druck wird weiter zunehmen. Viele Kanzleien bieten zudem Beratung auf denselben Rechtsgebieten. Fachliche Expertise, Qualität, Service und Schnelligkeit werden heute vorausgesetzt. Welche Kanzlei ist dann aber tatsächlich die richtige? Wodurch unterscheidet gerade sie sich von den anderen? Darauf, daß sich in diesem Wettbewerbsumfeld nur diejenigen Anwälte und Kanzleien dauerhaft im Markt behaupten werden, die mit einem klaren Profil auftreten, ist wiederholt hingewiesen worden. Ein Markenimage aufzubauen ist für Kanzleien aber mit einer besonderen Herausforderung verbunden, denn die Immaterialität der Dienstleistung macht ihre Markierung selbst unmöglich. Der Auftritt einer Dienstleistungsmarke kann daher ausschließlich mittels Medien und  Kommunikationsmitteln sowie personifiziert durch die Mitarbeiter erfolgen. Kommunikation aber ist für  Kanzleien ein Faktor mit bislang nur teilweise genutztem Wettbewerbspotential.